Mit Beiträgen von Susi K. Frank, Miranda Jakiša, Kristin Kopp, Renata Makarska, Magdalena Marszałek, Torben Philipp, Harsha Ram, Michail Ryklin, Sylvia Sasse, Matthias Schwartz, Zaza Shatirishvili, Annette Werberger und Sandro Zanetti
Der Begriff ›Geopoetik‹ erlebt zurzeit eine interessante Konjunktur, vor allem in den mittel- und osteuropäischen Literaturen. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber einer spielt hier die entscheidende Rolle: Nach der Neuordnung der politischen Geographie Europas seit 1989 – nach der Auflösung des Ostblocks – hat sich das Interesse der Literatur am Entwerfen geographischer Räume verstärkt. Es liegt auf der Hand, dass diese literarische Aktivität mit der theoretischen Hinwendung zum (geographischen) Raum korreliert, welche in den letzten Jahren als ›spatial‹ bzw. ›topographical turn‹ in den Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften diagnostiziert wurde. Dabei leisten die literarischen Texte selbst ihren eigenen Beitrag zur Theorie des topographischen Denkens und Schreibens.
Der vorliegende Band nimmt den in der Literatur kursierenden Begriff Geopoetik auf und fragt zum einen nach dem Potential einer geographischen ›poiesis‹ in der Literatur und zum anderen nach Möglichkeiten ihrer Konzeptualisierung in und für die Literatur- und Kulturwissenschaften in Abgrenzung und Ergänzung zu bestehenden topographischen, topologischen und geokulturologischen Ansätzen. Geographisch gilt das Augenmerk dem mittleren und östlichen Europa, das als Gegenstand literarischer Geopoetik sowohl aus historischer Perspektive als auch im Hinblick auf die gegenwärtige literarische Neukartierung interessiert.
Buch Taschenbuch, broschiert
LiteraturForschung, Band 10
April 2010
304 Seiten
15 x 23 cm
ISBN 978-3-86599-106-5 9783865991065
Buch
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